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  • Werner Laube

«För eusi Heimat luege»

Aktualisiert: Nov 11

«Wir stehen vor einem intensiven politischen Herbst». Mit diesen Worten begrüsste Bezirksparteipräsident Hansjörg Erne die Gäste zum Wahlapéro der SVP Bezirk Zurzach und dankte dem Gastgeber, der Besenbeiz Mostlaube im Weiler Vogelsang, für die Bewirtung. «Wir stehen unmittelbar vor einem reich befrachteten Abstimmungswochenende und am 18. Oktober wählen wir die Aargauer Regierungsräte und die Mitglieder des Grossen Rates. Doch schon jetzt darf ich zu einer Wahl gratulieren», freute sich Hansörg Erne. «Karin Gfeller, Koblenz, wurde in stiller Wahl zur Bezirksrichterin gewählt und tritt somit im nächsten Jahr die Nachfolge des bisherigen SVP-Vertreters Andreas Wegmüller an.»

Mit Blick auf den Abstimmungssonntag wies er darauf hin, dass die SVP stärker werden müsse. Bei entscheidenden Themen für unsere Zukunft, wie zum Beispiel die Steuerung der Zuwanderung, kämpfe die SVP alleine gegen alle andern Parteien. Auch auf kantonaler Ebene sei dieser Trend erkennbar. So zum Beispiel erfahre die SVP im Grossen Rat wenig Unterstützung für den sparsamen Umgang mit den Steuergeldern oder beim Kampf gegen die Aufblähung des Staatapparates und der Bürokratie. Deshalb sei er froh, dass die SVP Bezirkspartei für die Grossratswahlen eine starke Liste präsentieren könne, auf der alle Regionen, alle Alters- und Berufskategorien sowie beide Geschlechter vertreten sind. Ziel sei es, die drei SVP-Sitze zu verteidigen. In der Tat, mit den drei bisherigen, bewährten Grossräten an der Spitze, Hansjörg Erne, Patrick Gosteli und Manuel Tinner, ist dieses Ziel realistisch. Alle drei sind mit Land und Leuten bestens verbunden, leisten im Grossen Rat ausgezeichnete Arbeit und sind jung genug, sich voller Tatendrang weiterhin für das Zurzibiet zu engagieren. Sie treten im Wahlkampf an mit dem Motto: «För eusi Heimat luege».

«Es gefällt mir im Ständerat.»

Hansjörg Knecht berichtete «frisch von der Leber weg» aus der Session in Bern und seinen Eindrücken als Aargauer Ständerat. In Vergleich zum Nationalrat sei der Politbetrieb effizienter aber auch arbeitsintensiver. «Das passt mir», erklärte Hansjörg Knecht. «Ich sitze in drei Kommissionen, diese sind kleiner als im Nationalrat und zu Vorstössen kann man schon in der nächsten Session Stellung beziehen. So kann ich regionale und gewerbliche Anliegen wirkungsvoller vertreten.» Als Beispiele nannte er die Aktivierung der SBB-Rheintallinie Winterthur–Basel auf Schweizerseite für den Personenverkehr; klare Herkunftsdeklaration von ausländischen Backwaren am Verkaufspunkt und aktuell die Corona-Unterstützung für bisher übergangene Klein- und Einzelunternehmer. Im Kulturbereich sollen nicht nur bekannte Kunstschaffende sondern auch die Kleinkultur und Musikvereine Anspruch auf Unterstützung haben. Ebenso mache er bei der Presseförderung sowie bei der BAG-Coronakampagne Druck, dass nicht die Grossen den Kuchen alleine unter sich aufteilen, sondern auch regionale Medien wie die Lokalzeitung «Die Botschaft» zum Zug kommen können. Bei diesen Bemühungen sei der gute Kontakt mit den zuständigen Bundesräten und Amtsstellen hilfreich.

Sorgen machen Hansjörg Knecht die inflationären Anträge zum Geldausgeben aus dem Nationalrat. Die gewaltigen finanziellen Belastungen des Staatshaushaltes durch die Corona-Krise und die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen würden in linken Kreisen unterschätzt. Deshalb sei zurzeit die Arbeit in der Finanzkommission sehr intensiv. Aus dieser Optik findet er den Zeitpunkt unglücklich für die Erhöhung der Lehrerlöhne im Aargau. In einer Zeit, wo Unternehmer und ganze Branchen um Arbeitsplätze und ums Überleben kämpfen.

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